Videopitch – Erste Fragen

Welche Länge sollte mein Pitch haben?

Wahrnehmungspsychologen sagen, dass die Aufmerksamkeit des Zuhörers nach viereinhalb Minuten wegdriftet. Für einen Videopitch ist deshalb eine Länge von dreieinhalb bis maximal viereinhalb Minuten ideal.

Was für einen Stoff wähle ich für meinen Videopitch aus?

Im Videopitch seid ihr als Autoren sichtbar. Der Zuschauer spürt instinktiv, wie groß eure Begeisterung für die Film-Idee ist. Deswegen solltet ihr einen Stoff wählen, für den ihr echte Begeisterung empfindet.

Was ist, wenn ich mich für Stoffe begeistere, die „nicht markttauglich“ sind?

Ein „nicht markttauglicher“ Stoff kann für euch unter Umständen sogar ein besserer „Türöffner“ sein, als der zehnte zynische Aufguss eines altbewährten Formats: Ihr präsentiert ja nie nur eine Film-Idee – sondern auch immer euch selbst. Der präsentierte Stoff schärft euer Autoren-Profil. Wenn ein Produzent denkt, dass mit euch „die Chemie stimmt“, können bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee später ganz andere Projekte in Angriff genommen werden.

Was ist, wenn mich zu viel Emotionalität unprofessionell erscheinen lässt?

Habt keine Angst davor, Gefühle zu zeigen. Ihr seid nicht nur Erzähler der Geschichte, sondern auch allererstes Publikum eurer Idee: Wenn es euch nicht rührt, könnte es auch die Zuschauer kalt lassen. Beherzigt einfach bei jedem Videopitch drei Dinge: Seid authentisch, seid professionell und habt spürbar Freude an eurer Idee – dann kann nicht so viel schief gehen.

Muss ich im Videopitch unbedingt „sichtbar“ sein?

Beim Videopitch gibt es die unausgesprochene Vereinbarung, dass der Autor im Pitch so deutlich zu sehen ist, dass der Produzent ihn z.B. auf einem Empfang erkennen würde. Der „sichtbare Drehbuchautor“ ist ein Mehrwert des Videopitches; Stoff-Interessenten könnten verärgert sein, wenn ihr euch nicht zeigt.

Was ist, wenn ich im Videopitch „uncool“ rüberkomme?

Probiert es einfach aus: Wenn ihr eure „Performance“ zu uncool findet, zwingt euch niemand, den Videopitch hochzuladen. Die meisten Autoren machen jedoch die „Ich bin ja gar nicht so übel“-Erfahrung. Auch eine leichte Introvertiertheit muss kein Problem sein: Lasst euch von eurer Geschichte tragen, dann wird eure Begeisterung ansteckend sein.